Felix Fabri als Geschichtsschreiber der Stadt Ulm und seine Rezeption durch Sebastian Franck
Vortrag am 28. Januar um 19.30 Uhr im Haus der Stadtgeschichte (Am Weinhof 12), Gewölbesaal (EG)
Felix Fabri (1438/39-1502) gilt heute als berühmtester Ulmer Geschichtsschreiber. Sein Tractatus de civitate Ulmensi (Traktat über die Stadt Ulm) liefert nicht nur eine detailreiche und lesenswerte Beschreibung Ulms und seiner Bewohner im späten 15. Jahrhundert. Fabri spielte darin auch gedanklich die Frage durch: "Was macht eine Stadt eigentlich zur Stadt?"
Der Vortrag von Dr. Pia Eckhart, Leiterin des Historischen Bestands der Stadtbibliothek Ulm, arbeitet heraus, was der Dominikanermönch seinen Zeitgenossen damit sagen wollte und welche Rolle seine fantasiereichen Geschichten über den Ursprung Ulms für diese Darstellungsstrategie spielen. Außerdem wird deutlich, warum gerade der anarchische Außenseiter und Chronist Sebastian Franck (1499-1542) entscheidenden Anteil an Fabris späterem Ruhm als Ulmer Geschichtsschreiber hatte.
Eintritt frei.