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Ansicht der roten Wendeltreppe und des Aufzugsschachts der Zentralbibliotehk Ulm von unten

Stadtbibliothek Ulm

Felix Fabri als Geschichtsschreiber der Stadt Ulm und seine Rezeption durch Sebastian Franck

Ein Ausschnitt aus einem historischen Buch, in welches handschriftlich Text eingetragen wurde

Vortrag am 28. Januar um 19.30 Uhr im Haus der Stadtgeschichte (Am Weinhof 12), Gewölbesaal (EG)

Felix Fabri (1438/39-1502) gilt heute als berühmtester Ulmer Geschichtsschreiber. Sein Tractatus de civitate Ulmensi (Traktat über die Stadt Ulm) liefert nicht nur eine detailreiche und lesenswerte Beschreibung Ulms und seiner Bewohner im späten 15. Jahrhundert. Fabri spielte darin auch gedanklich die Frage durch: "Was macht eine Stadt eigentlich zur Stadt?"

Der Vortrag von Dr. Pia Eckhart, Leiterin des Historischen Bestands der Stadtbibliothek Ulm, arbeitet heraus, was der Dominikanermönch seinen Zeitgenossen damit sagen wollte und welche Rolle seine fantasiereichen Geschichten über den Ursprung Ulms für diese Darstellungsstrategie spielen. Außerdem wird deutlich, warum gerade der anarchische Außenseiter und Chronist Sebastian Franck (1499-1542) entscheidenden Anteil an Fabris späterem Ruhm als Ulmer Geschichtsschreiber hatte.

Eintritt frei.


Comic-Lesung: „Mein Freund Rilke“

Cover des Buchs "Mein Freund Rilke, sowie ein Portrait der Autorin Melanie Garanin

Donnerstag, 5. Februar 2026 um 19:30 Uhr, Glaspyramide

In der Comic-Biografie möchte die moderne Journalistin Ellen einen Artikel über Rainer Maria Rilke schreiben. Sie recherchiert über ihn, fährt zu Tagungen - und plötzlich begegnet ihr Rilke höchstpersönlich. Ellen verliebt sich in den Dichter, wie viele Frauen vor ihr - eine Liebesgeschichte zwischen den Welten und Zeiten entspinnt sich.

Die Lesung findet im Rahmen der Ulmer Comic-Woche statt. Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier: https://ulm.de/comic-woche
Der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht!

Ulmer Comic-Woche

Links der große Schriftzug "Comic Woche Ulm", daneben kleiner die Wörter "Graphic Novel", "Literatur" und "Kunst. Rechts oben der Zeitraum "3. bis 8. Februar 2026". Überalls verteilt sieht man blaue und rote Sprechblasen.

Vom 3.-8. Februar 2026 dreht sich alles um grafische Romane, eine Form der Comics, die Literatur und bildende Kunst vereint. Comics sind nicht nur lustige Bildgeschichten für Kinder, sondern können komplexe Geschichten erzählen, mit zeichnerischer Tiefe beeindrucken oder durch emotionale Bildwirkung Nähe erzeugen. Das Programm der ersten Ulmer Comic-Woche lädt dazu ein, neue Bücher zu entdecken und auf einen Nischenmarkt aufmerksam machen, der es verdient hat, gesehen zu werden. Es finden Comic-Lesungen für Erwachsene an verschiedenen Orten statt, eine Druckgrafik-Ausstellung kann besichtigt werden und für Kinder und Jugendliche gibt es einen Zeichenkurs.
Weitere Informationen

Buch des Monats Januar

Ein Ausschnitt aus einem Buch, in welches handschriftlich Zahlen und Texte eingetragen wurden

Im 3. OG der Zentralbibliothek zu besichtigen

Die Identifizierung und Restitution von NS-Raubgut ist eine Aufgabe, vor der alle öffentlichen Kulturinstitutionen in Deutschland stehen. Die Stadtbibliothek hat sich 2023 einem NS-Raubgut Erstcheck unterzogen, der zunächst ohne Verdachtsfälle blieb. Wie also damit umgehen, wenn im Altbestand Hinweise auf Ankäufe aus den 1930er Jahren auftauchen? Wie entsteht der Verdacht auf NS-Raubgut und welche Recherchen sind nötig, um Verdachtsfälle zu erhärten oder auszuräumen? Das Buch des Monats Januar wirft anhand zweier Bücher aus dem Altbestand Licht auf den antiquarischen Buchhandel während des NS-Regimes und zeigt, warum Provenienzforschung so wichtig ist. Prominentes Beispiel ist der dritte Band von Felix Fabris „Evagatorium“. Die Handschrift galt lange als verschollen und wurde erst 1933 bei einer Versteigerung in Luzern für die Stadtbibliothek erworben. Die Recherche einer nahezu lückenlosen Besitzgeschichte kann hier den NS-Raubgutverdacht glücklicherweise entkräften - und zeigt gleichzeitig, welche schillernden Persönlichkeiten im Besitz der Handschrift waren, nachdem Felix Fabri sie um 1495 eigenhändig in Ulm geschrieben hatte.

Jahresrückblick 2025 im Blog “Ulm 1516”

Zusammenstellung der Plakate "Buch des Monats" 2025

Zwischen den Jahren blickt der Blog Ulm 1516 auf die Themen, Veranstaltungen und Projekte rund um den Historischen Bestand der Stadtbibliothek Ulm zurück, die uns 2025 beschäftigt haben.