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Die Stadtbibliothek Ulm veröffentlicht online ...

Schriftbild eines historischen Textes

Zielkonzeption 2022

Wo soll die Stadtbibliothek Ulm im Jahr 2022 stehen? Zu ihrem 500. Geburtstag im Jahr 2016 legt die Stadtbibliothek ein strategisches Zukunftskonzept vor. Der schnellen Leserin bzw. dem schnellen Leser seien für einen Überblick vor allem die Kapitel 1 Organisationszweck, Kapitel 2.2 Stadtbibliothek: Stärken und Schwächen, Kapitel 5 Zusammenfassung Maßnahmenziele und Kapitel 7 Zukunftsvision empfohlen. Der Fachbereichsausschuss Kultur des Ulmer Gemeinderates hat diese Zielbestimmung am 27. November 2015 zustimmend zur Kenntnis genommen (GD 443/15).

Der Erwerbungsgeschäftsgang der Stadtbibliothek Ulm

In den Jahren 2000 / 2001 hat die Stadtbibliothek Ulm einen Erwerbungsgeschäftsgang mit elektronischem Datenaustausch für Bestellungen, Liefermitteilungen und Rechnungen auf der Basis von EDIFACT entwickelt. Der Datenaustausch bedient Bestellungen und Standing Order-Vorgänge gleichermaßen. Seit Ende 2001 wickelt die Stadtbibliothek Ulm den größten Teil ihrer Erwerbungsvorgänge auf diese Weise im Routinebetrieb ab.

500 Jahre Stadtbibliothek Ulm: wissenschaftliche Tradition und umfangreicher historischer Bestand als Aufgabe und Chance einer kommunalen Bibliothek
von Alexander Rosenstock

Die Geschichte der Stadtbibliothek Ulm bis zum Jahr 1968 ist, soweit die Quellen reichen, aufgearbeitet. Die zeitgeschichtliche Entwicklung seit 1968 und insbesondere die seit der organisatorischen Zusammenlegung von öffentlicher Abteilung (ehemals Volksbücherei, gegr. 1896) und wissenschaftlicher Abteilung (Stadtbibliothek, gegr. 1516) in den Jahren 1998/99 wird hier unter dem Gesichtspunkt betrachtet, welche Aufgaben seitdem aus dem historischen Büchererbe und der wissenschaftlichen Stadtbibliothekstradition geblieben sind, wie und in welchem Umfang sie zu bearbeiten noch möglich ist.

Geschichte der Städtischen Volksbücherei von 1896 bis 1968
von Herbert Wiegandt

In Ulm hatte sich im späteren 19. Jahrhundert neben der Stadtbibliothek von den Bibliotheken der einstigen Lesegesellschaften und Vereine die der "Museumsgesellschaft" erhalten, die einen dauernd vermehrten Bestand von zuletzt etwa 30.000 Bänden besaß, der 1944 vollständig vernichtet wurde.

Der Altbestand der Stadtbibliothek Ulm
von Bernd Breitenbruch

In seinem Testament vom 31. März 1516 bestimmte der Ulmer Münsterpfarrer Ulrich Krafft, dass seine Bücher in eine vom Rat der Stadt zu gründende Bibliothek kommen sollten. Außerdem stiftete er ein Kapital von 100 Gulden, aus dessen Zinsen der Bestand zu vermehren war. Von der Bibliothek Ulrich Kraffts sind im heutigen Bestand noch etwas über 200 Titel erhalten.

Felix Fabri: Evagatorium
Von der Pilgerreise ins Heilige Land und nach Jerusalem sowie zu den Heiligen Bergen Syon und Sinai.

Felix Fabri war Dominikaner in der Reichsstadt Ulm, wo er 1502 sechzigjährig im Kloster starb. Neben anderen Schriften hinterließ er unter dem Titel "Evagatorium" einen umfangreichen Bericht über zwei große Pilgerreisen, deren zweite (1483/84) ihn weit über das Heilige Land hinaus durch die Wüste zum Sinai und anschließend durch ganz Ägypten führte, worauf er von Alexandria eine gefahrvolle Heimfahrt antrat.

Catalogus Schad
bearb. von Bernhard Appenzeller, Dorothea Schoch und Alexander Rosenstock

Standortkatalog der Bibliothek des Ulmer Patriziers Erhard Schad (1604 - 1681), die knapp 14.000 Titel umfasst und 1826 in den Besitz der Stadtbibliothek überging.

Friedrich Nicolai: Ulm betreffend

hrsg. von Alexander Rosenstock

Friedrich Nicolai (1733 bis 1811) war Buchhändler, Verleger und einer der führenden Aufklärungsschriftsteller seiner Zeit in Berlin und Deutschland. Der 9. Band der "Beschreibung einer Reise durch Deutschland und die Schweiz im Jahre 1781" erschien 1795 und handelt von Ulm. Aus Anlass seines 200. Todestages hat die Stadtbibliothek Ulm diese Quelle, durch ein ausführliches Inhaltsverzeichnis und Register ergänzt, elektronisch verfügbar gemacht.

Das Ulmer Fischerstechen von 1549

Die älteste bisher bekannte Beschreibung eines Ulmer Fischerstechens, dem vom 28. Februar 1549, erschien 1552 in spanischer Sprache in Antwerpen. Prinz Philipp II. (span.: Felipe), ab 1556 König von Spanien und seit 1580 auch König von Portugal, machte auf seinem Weg in die Niederlande unterwegs Station; er wurde, wie es im Ulmer Bericht heißt, »mit großer, allgemeiner Freude des Volkes empfangen«, und in Ulm wurde ihm darüber hinaus etwas Besonderes geboten: »Sie veranstalteten für ihn ein Fest auf der Donau . . . «. Der Humanist und Dichter Juan Christóbal Calvete de Estrella hat den Reisebericht verfasst, Martina Stöhr hat ihn übersetzt.